Einblicke

Workshop im Innovations-Zentrum Kronach

Im September diesen Jahres fiel der Startschuss für das Pilotprojekt Co-Learning Lab. Mitarbeiter der Firmen Weber, WOCO, Rauschert und Dr. Schneider ließen sich mit uns auf dieses spannende Projekt ein. Bereits die Vorbereitungen liefen sehr gut und so tat es auch der Workshop. Nachdem einige wichtige Begriffe anhand eines Vortrages erklärt und einige spannende Technologien vorgestellt wurden, ging es an die Praxis.

Kreativ-Phase

Automatischer Kaffee-Umrührer mit Drucksensor und Motor.

Das Interesse an den LittleBits war groß und der Ideenreichtum umso größer. Das zeigte sich bereits in der kurzen Kreativ-Phase, in der die kleinen Bausteine erforscht werden konnten. Es zeigte sich schnell, dass diese Phase von entscheidender Bedeutung für den weiteren Verlauf sein sollte. Denn auch wenn die LittleBits erst einmal nur als Spielzeug angesehen werden, so werden ihre Funktionsweise und Eigenheiten erst durch das ausprobieren Vertraut.

Konzeptions-Phase
Aber zunächst wurden zwei Problemstellungen vorgestellt, die sich zuvor in Gesprächen zwischen dem Hochschulteam und den Firmen herauskristallisiert haben. Diese galt es nun genauer zu analysieren und einen möglichen Lösungsweg so einfach wie möglich anhand einer Skizze darzustellen. Für diese Aufgabe wurden alle Teilnehmer auf zwei Gruppen verteilt.

 

 

 

 

 

 

 

 

So einfach sich die Aufgabe auch anhören mag, so ist dieser Schritt alles andere als einfach. Denn um einen komplexen Sachverhalt zu vereinfachen braucht es viel Abstraktionsvermögen. Wird diese Aufgabe zu schnell und unaufmerksam angegangen, kommt es bei der Lösungsfindung schnell zu Problemen. Die erarbeiteten Konzepte sollten anschließend vorgestellt und besprochen werden. Es hat sich gezeigt, dass die Konzeptionsphase die Teilnehmer gefordert hat, aber gleichzeitig sehr hilfreich für die anschließende Übertragung des Lösungsweges auf einen Prototypen aus LittleBits war.

Prototyping

Bei dem Prototyping zeigte sich der Nutzen der anfängliche Kreativ-Phase. Da bereits jeder ein Gefühl für die einzelnen Bausteine entwickelt hat, konnte die volle Aufmerksamkeit auf den Prototypen gelenkt werden. Und das war wichtig. Denn die LittleBits-Bausteine sind sehr einfach gehalten. So war ein gutes Abstraktionsvermögen auch hier wieder sehr wichtig. Diese Aufgabe diente vor allem dazu, die Logik von Maschinen besser zu verstehen. Nachdem die kleinen Prototypen fertiggestellt wurden, wurden auch diese wieder vorgestellt und besprochen.

 

 

 

 

 

Programmieren
Während des Prototypings merkten die Teilnehmer, das ihnen etwas fehlt. Und zwar gab es einige Situationen, in denen die LittleBits nicht ausreichten, sondern schlauere Bausteine benötigt wurden. Und genau das führte uns zu dem nächsten Schritt. Das Erstellen intelligenterer und komplexerer Bausteine wie beispielsweise Datenbanken. Da die genutzten Technologien auf vereinfachte Programmiersprachen zurückgreifen, ist jeder in der Lage, in kurzer Zeit einen solchen Baustein zu programmieren.

 

 

 

 

 

 

Anhand eines Beispiels wurde der Aufbau, sowie die Funktionsweise von Codes erklärt und auf die erstellten Prototypen übertragen. Das Thema hat trotz der Komplexität für großes Interesse gesorgt. Leider konnten die Teilnehmer sich nicht an dem Coden versuchen, da für ein solches Unterfangen mehr Zeit benötigt wird. Dennoch lässt sich das in einem weiteren Workshop vertiefen.

Fazit
Das gute Feedback hat uns gezeigt, dass dieser Workshop kein Griff ins Leere ist, sondern auf starkes Interesse stößt. Besonders der Erfahrungsaustausch und das praktische Arbeiten wurde sehr gut angenommen. Die Auswertungen haben uns auch gezeigt, das die Thematik und Methodik neue Denkweisen schaffen, die auch für zukünftige Firmenprojekte genutzt werden können.

 


Workshop mit der Dr. Schneider Unternehmensgruppe

Nachdem der Workshop im September einen so guten Start hingelegt hat, starteten wir im Oktober bereits einen zweiten Versuch. Dieses mal mit einigen Azubis der Dr. Schneider Unternehmensgruppe.

Der Ablauf war sehr ähnlich im Vergleich zum ersten Workshop im IZK. Nur haben wir dieses mal mehr Zeit mit dem programmieren verbracht. Da wir uns anfangs sorgen machten, dass das Programmieren zu theoretisch und zu trocken sein könnte, bereiteten wir einige Beispiele vor, die wir zusammen mit den Azubis durchgingen und liessen ihnen wie auch bei den LittleBits eine kurze Kreativ-Phase, in der sie sich verschiedene Codes ansehen konnten und die einzelnen Variablen verändern konnten um die Auswirkungen besser verstehen zu können. Bei den Beispielen handelte es sich um Visualisierungen, sodass jede Veränderung im Code auch direkt in der Visualisierung zu sehen war.

Fazit
Es hat uns sehr überrascht zu sehen, dass die Programmier-Phase so gut angekommen ist. Für weitere Workshops werden wir uns ein Beispiel an dem Prinzip nehmen. Wie erwartet ist auch der praktische Teil mit den LittleBits wieder sehr gut angekommen. Dennoch wären fast alle Teilnehmer lieber mehr auf den Arduino eingegangen. Leider reicht ein Workshop nicht aus um alles unterzubringen, weshalb wir auch hier den Arduino, nicht zuletzt auch aufgrund seiner Komplexität in einem Folge-Workshop besprechen und dazu auch praktische Anwendungsmöglichkeiten einbringen würden. Alles in allem sind wir sehr zufrieden mit dem Feedback, das uns verdeutlicht hat, das auch jüngere Zielgruppen von den vermittelten Thematiken und Methoden profitieren können.